Notfunk

Der Begriff „Notfunk“ steht im Amateurfunk nicht für das, was er im ersten Eindruck vielleicht scheinen mag. Es geht nicht darum, die Funkkommunikation der Hilfsorganisationen im Not- oder Katastrophenfall zu ersetzen; diese sind entsprechend ihren Anforderungen bestens ausgerüstet und sehr gut ausgebildet. Funkamateure – so die legale Regelung – setzen auch in der Regel keinen SOS-, Mayday- oder Pan(ic)-Ruf über ihre Frequenzen ab. Der Amateurfunkdienst ist gesetzlich als experimenteller Funkdienst eingestuft und kann somit keine gesicherten Verbindungen garantieren.

Wenn es aber keine anderen Kommunikationsmöglichkeiten mehr gibt, dann sollen vielmehr die Rettungskräfte und vor allem die Zivilbevölkerung in ihrem notwendigen Kommunikationsbedarf durch den Amateurfunk weitestgehend unterstützt werden.

Dazu ein paar bekannte, zum Teil historische, Beispiele.

Der Norweger Thor Heyerdahl wollte 1947 mit dem Balsaholz-Floß „Kon-Tiki“ von Lima aus über den Pazifik segeln.
Mehr lesen ...


Das attraktivste DI-Funkrufzeichen gehörte DI9AA, der Bordstation der „Xarifa“, dem Expeditionsschiff von Hans Hass,
Mehr lesen ...


Um mit ihren Freunden in aller Welt in Kontakt zu bleiben, haben heute viele maritime Funkamateure entsprechendes Equipment an Bord.
Mehr lesen ...


Viele erinnern sich noch an den totalen Zusammenbruch des Stromnetzes (Blackout) in New York oder in Norddeutschland.
Mehr lesen ...


Bei Katastrophen z.B. (Erdbeben, Überschwemmungen, Lawinenunglücke) z.B. im Gebirge ist fast immer auch die Kommunikation und Infrastruktur betroffen.
Mehr lesen ...


Auch im Normalfall, d.h. ohne Katastrophe, ist die Abdeckung des Mobilfunknetzes nicht lückenlos flächendeckend.
Mehr lesen ...


In Europa ist das Thema Notfunk, insbesondere die Zusammenarbeit mit Hilfs- und Rettungskräften, noch nicht so ausgeprägt, wie in Nordamerika oder Australien.
Warum eigentlich? Wir machen doch alle einen Erste-Hilfe-Kurs beim Erwerb des Führerscheins, obwohl wir im tagtäglichen „Normalbetrieb“ höchstens ein Wundpflaster kleben.

In allen beispielhaft genannten Fällen ist die komplette Palette der Funkamateurfähigkeiten ausgesprochen nützlich. Von der Überbrückung scheinbar unüberwindbarer Distanzen mit Funkgeräten kleinster Leistung bis hin zur Sprach-, Daten- oder Bildübertragung zum Herbeiholen von Hilfskräften und zur Lagebeurteilung:

WENN NICHST MEHR GEHT, AMATEURFUNK GEHT IMMER!

Zum Besuch unserer Bildergalerie zu diesem Thema …
hier klicken