Die sportliche Seite des Amateurfunks

ARDF (Amateur Radio Direction Finding)

Klischees zu Funkamateuren: Stubenhocker, Matratzenschoner, Nerds, langweilig, träge, technikversessen, Einzelgänger …

Amateurfunkpeiler sind: Sportler, aktiv, Teamplayer, verbinden Natur Technik und Sport, verbinden Fitness mit Orientierungssinn und Taktik, ehrgeizig, familienfreundlich und gesellig!

Ein vielseitiger Hybridsport für Geist und Körper

Beim Amateurfunkpeilen – international ARDF = Amateur Radio Direction Finding genannt – geht es darum, im Wald versteckte Peilsender mit Hilfe von Peilempfänger, Karte und Kompass in möglichst kurzer Zeit zu finden. Somit ist es eine Mischung aus Orientierungslauf und Funkpeilen.
Dem Sportler wird die einzigartige Kombination von körperlicher Fitness, Orientierungssinn und technischem Verständnis über die Ausbreitung von Funkwellen abverlangt. Für einen Peilwettbewerb werden meist fünf Sender im Wald versteckt. Mit Hilfe von Peilempfänger, Karte und Kompass ermittelt der Wettkämpfer die vermutlichen Senderstandorte und legt seine Laufroute fest. Je nach Wettbewerb und Teilnehmerklasse ist eine Strecke von 5 .. .10 km zurückzulegen. Alle Sender benutzen die gleiche Frequenz, auf der sie alle fünf Minuten nacheinander jeweils eine Minute senden. Zur Unterscheidung hat jeder Sender seine eigene leicht zu merkende Morsekennung.

Im Einklang mit der Natur

Amateurfunkpeilen ist ein Sport in der Natur. Der Wald bildet die natürliche Sportstätte. Darin liegt ein ganz besonderer Reiz, aber es bedeutet auch, dass man sich umweltgerecht verhält. Veranstalter und Teilnehmer nehmen auf Neuanpflanzungen, Wildrückzugsgebiete und Biotope Rücksicht. Soweit wie möglich wird das vorhandene Wegenetz benutzt, und schon kurz nach einem Wettkampf sind im Wald keine Spuren der Veranstaltung mehr zu finden.

International erfolgreich

Das deutsche ARDF-Team ist international konkurrenzfähig. Neben herausragenden Einzelleistungen sind die vielen Mannschaftsmedaillen Ausdruck der hohen Leistungsfähigkeit der deutschen Sportler. In den letzten Jahren errangen Läufer*innen und Teams in verschiedenen Altersklassen WM- und EM-Medaillen. Die DARC-ARDF-Mannschaft für Europa- und Weltmeisterschaften wird jedes Jahr in einer Serie von vier Ranglistenläufen ermittelt. Einen dieser Läufe bildet die international offene Deutsche Meisterschaft. Junge DARC-Sportler können an der Jugend-Europameisterschaft teilnehmen.

Familienfreundlich und gesellig

Neben dem sportlichen Ansatz in möglichst kurzer Zeit Sender („Füchse“) zu finden, kann man auch einfach versuchen während eines gemütlichen Spaziergangs alle Sender zu finden. Schon so mancher Läufer hat bei der hektischen Suche auf Zeit Sender übersehen und musste doppelte Wege gehen, während ein scheinbar langsamer Läufer durch bessere Peilleistung dann doch schneller im Ziel war oder einfach keinen Sender übersehen hat. So wir die „Fuchsjagd“ zum Spaß für die ganze Familie.

Was ist der Unterschied zwischen Geocaching und Amateurfunkpeilen, das es schon viel länger gibt?

Beim Geocaching benötigt man nur einen GPS-Empfänger, der die Zielkoordinaten berechnet. Jeder kann so einen Empfänger kaufen und sofort lossuchen. Und jeder darf prinzipiell einen Geocache für andere verstecken.

Beim Amateurfunkpeilen ist es ähnlich. Man sucht einen bestimmten Ort der allerdings durch einen Funksender („Fuchs“) markiert ist. Beim Amateurfunkpeilen benötigt man also Funksender und -empfänger.

Die Empfänger kann prinzipiell jeder kaufen und betreiben. Also kann auch jeder an einem Peilwettbewerb als Sucher teilnehmen. Bei fast allen Veranstaltungen dieser Art werden auch Leihempfänger zu Verfügung gestellt, so dass man keinen eigenen Empfänger kaufen muss.

Die Funksender („Füchse“) darf man allerdings nur betreiben, wenn man dazu eine Genehmigung hat. Das ist wie beim Führerschein. Nur mit Führerschein, darf man z.B. ein Auto auf der Straße fahren. Man benötigt für die Durchführung einer Funk-Fuchsjagd also immer einen lizenzierten Funkamateur, der die Sender betreiben darf. Diese Genehmigung (Amateurfunklizenz) erhält man erst nach einer Prüfung. Damit erhält man auch ein einmaliges  Rufzeichen (z.B. DC1ABC) mit dem jeder Funkamateur in der ganzen Welt erkannt werden kann. Natürlich kann jeder so eine Prüfung machen. Für Jugendliche gibt es sogar einfache Einsteigerprüfungen. Bei Interesse unterstützen wir jeden, der es versuchen möchte.  Sprecht uns an. Unsere E-Mail-Adresse erfahrt ihr über unsere Homepage.

Was ist eine „Funkfuchsjagd“ (Foxoring)?

Sicherlich habt ihr schon einmal im Fernsehen gesehen, wir Forscher zum Verfolgen oder Auffinden von Tieren in der Wildnis Funkpeilsender verwenden. Dazu werden die Tiere vorübergehend mit einem Halsband ausgerüstet, das Funkwellen aussendet. Diese werden  dann vom Forscher über größere Entfernung empfangen und er kann das Tier verfolgen oder finden ohne es sehen zu müssen.  So ähnlich funktioniert Foxoring aber natürlich ohne Tiere. FOXORING setzt sich zusammen aus FOX (engl. Fuchs) und ORING (Orientierung).

Auf unserem Stand!

Wir verstecken ein bis zwei kleine Sender (die „Füchse“) in der nahen Umgebung, die dann von Kindern oder Erwachsenen mit tragbaren Peilempfängern gesucht werden. Zum Peilen stellen wir Empfänger leihweise zur Verfügung. Eine Einweisung in die Geräte usw. findet vor Ort statt.
Im Kopfhörer hört man Pieptöne (Morsezeichen), mit der eingebauten Antenne kann man das Ziel orten, also die genaue Richtung zum „Fuchs“ bestimmen. 
Foxoring ist eine Kombination  von Sport und Technik. Sie soll dem „Fuchsjäger“ vermitteln mit Karte und einfacher Peiltechnik umzugehen und sich dabei auch körperlich zu betätigen.

Zum Peilen stellen wir eine Reihe Empfänger leihweise zur Verfügung. Je nach Anzahl der Teilnehmer werden wird diese auf Gruppen aufteilen. Damit jeder zum Peilen kommt, sollten die Empfänger untereinander ausgetauscht werden.  Wenn z.B. jemand einen Fuchs gefunden hat soll der nächste Fuchs von einem anderen Teilnehmer gesucht werden usw. So können pro Gruppe bis zu 6 Teilnehmern suchen.  Jede Gruppe wird von uns begleitet. Falls auch Eltern mitmachen wollen sind sie natürlich gerne eingeladen mitzugehen, allerdings sollten vorwiegend die Kinder peilen.

Damit es nicht so schwer wird, werden auf einer Karte Kreise eingezeichnet, die die ungefähre Lage der Füchse angeben. Die genaue Karte wird erst vor dem Wettbewerb ausgeteilt. Gewinner ist, wer die meisten Sender findet und dazu die kürzeste Zeit benötigt. Eine Einweisung in die Geräte usw. findet direkt vor der Veranstaltung statt.

Hintergrundinformationen im Internet unter https://ardf.darc.de
Suchbegriffe:  „ARDF“, „Amateurfunkpeilen“, „Fuchsjagd“, oder „Foxoring“ oder sprecht uns einfach an!

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